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Historische Entwicklung der E-Gitarre -2-
(zusammengefasst aus Gitarre & Bass Spezial)

1932 ließ sich Beauchamp seine Erfindung patentieren, und schon kurze Zeit später zogen andere Firmen mit ähnlichen Entwicklungen nach.
Gibson rüstete 1935 schließlich auch konventionelle Gitarren mit Tonabnehmern aus: ihre ES 150 (150, weil sie damals mit Verstärker 150 $ kostete) hatte noch einen hohlen Korpus, war daher auch akustisch einsetzbar.
Gibsons ES 150 wurde durch Charlie Christian, einen jungen schwarzen Gitarristen, bekannt, der als erster Gitarrist die neue Möglichkeit solistischen Spielens innerhalb eines Orchesters praktizierte.

Gibson ES 150
Charlie Christian

Ein weiterer Gitarrist, der die E-Gitarre populär machte, war T- Bone Walker, ein schwarzer Texaner, der dem Blues neue Impulse gab und mit seinem Instrument ganz neue Ausdrucksformen schuf.

Die nun in Gang gekommene Entwicklung machte schnell Fortschritte. Es erschienen die verschiedensten Modelle elektrischer Gitarren auf dem Markt. Einige hatten sogar zwei oder drei Tonabnehmer.

Les Paul
Die Verbreitung der E-Gitarre nahm zu. Da sie aufgrund ihres hohlen Korpus jedoch bei bestimmten Lautstärken zu sogenannten Rückkopplungen neigte, die sich in einem unangenehm pfeifenden Geräusch aus dem Verstärker äußern, kam ein Gitarrist namens Les Paul zu dem Schluß, daß der hohle Korpus einer E-Gitarre eigentlich überflüssig sei. Les Paul baute selber die erste Massivholzgitarre (= Solidbody) 1941. Daraufhin versuchte er die Firma Gibson zur Produktion von Solidbody Gitarren zu gewinnen. Jedoch bekam er bis 1951 immer wieder die Antwort: "Wir bauen keinen Besenstil mit Saiten."
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